Mountains are calling - Die Geschichte einer Bergsüchtigen

MOUNTAINS ARE CALLING - DIE GESCHICHTE EINER BERGSÜCHTIGEN

 

Mein Herz schlägt für die Bergen - schroffe Felsen, sanfte Weiden, bunte Almwiesen und atemberaubende Aussichten ich liiiiebe sie und das Wandern erst... Für mich definitiv das schönste Hobby auf Erden und ja, ich oute mich jetzt: ich bin Bergsüchtig!

Aber das war nicht immer so, wenn ihr mich noch vor einem Jahr gefragt hättet was ich von einem Wandertrip halte, dann hättet ihr wohl ein äußerst demotivertes Murren als Antwort erhalten...



mountains are calling and i must go

 

"Wandern war für mich früher eine eher sinnlose Beschäftigung - man geht einen Berg hinauf, schaut kurz hinunter und fertig..." Es war ja ok, dass mein Freund und meine Eltern gerne wandern gingen (jeder soll seine Freizeit so verbringen wie er möchte), aber mich sollten sie da um himmelswillen raushalten! Ja, so weit sollte es noch kommen: ich einen Berg hinaufschnaufend! NEIN DANKE!!!

 

Mittlerweile hat sich meine Einstellung zum Wandern aber geändert, ich bin sozusagen geheilt von Bequemlichkeit, Motivationslosigkeit, Pubertät und so manch anderer Zivilisationskrankheit. Wie es dazu gekommen ist will ich euch erzählen:

 

Nachdem ich mich im Frühjahr 2015 endlich vom Maturastress erholt hatte, schleifte mich mein Freund mit auf einen Wanderurlaub.  OJE! Er und seine Familie waren schon immer total wanderbegeistert und unternehmen regelmäßig Touren in ganz Österreich. Bis jetzt hatte ich es immer recht erfolgreich geschafft mich vorm Mitkommen zu drücken, aber irgendwie wollte mir diesmal keine glaubwürdige Ausrede einfallen und da ja sowieso ein wenig sportlicher werden wollte entschloss ich mich ihm zuliebe dafür mitzukommen. "Na toll. Mit einer alpinerfahrenen Gruppe vier Tage Extremwandern! Aber so schlimm wirds wohl nicht werden ...", dachte ich mir.

 

 

Um wenigstens halbwegs mithalten zu können begann ich zwei Monate davor mit ein wenig Ausdauer und Krafttraining. 2km traben und eine Viertelstunde mit verschiedenen Fitnessübenungen brachten mich Anfangs total aus der Puste. (Ja, ich war wirklich eine total verweichlichte Tussi und mir ist`s damals noch nichteinmal aufgefallen...)

Aber nach und nach wurde es besser, meine 2km Laufstrecke schaffte ich bald in Spitzengeschwindigkeit und plötzlich fühlten sich auch meine Muskeln härter an!

 

Los geht`s - aller Anfang ist schwer

 

Der gefürchtete Wanderurlaub rückte näher. In den Salzburger Lungau würde es gehen und mir zuliebe waren nur "leichte" Tageswanderungen geplant worden. Am ersten Tag ging es mit der Gondel ins sommerliche Schigebiet Schareck/Speiereck und von der Bergstation aus zu Fuß weiter aufs Schareck. Ein anstrengender Marsch, bei dem ich fast verdurstet wäre und mir wunderbare Blasen an den Füßen holte - aber ich muss sagen als ich mir am Gipfelkreuz den warmen Wind um die Nasen wehen ließ und dabei die Aussicht genoss war ich schon einwenig stolz auf mich...

 

Am zweiten Tag sollte es dann zu den Lungauer Blauseen hinauf gehen. Ein abgeschiedenes Almtal das einfach nur wunderschön ist, tolle Hüttenwirte und eine Landschaft die den Atem stocken lässt. Ich denke, dass ich mich auf dieser Wanderung in die Berge verliebt habe - ihre schroffe Schönheit haben etwas in mir berührt und irgendwie habe ich erkannt, dass Wandern eigentlich doch viel mehr ist als nur einen Berg hoch und wieder runter zu gehen. Die Tour zu den Blauseen ist nach wie vor mein absoluter Favourit und ich bin mir sicher, dass es mich irgendwann einmal wieder dorthin verschlagen wird...

 

 

Am dritten Tag ging es mit wahnsinnigem Muskelkater und nach einem nicht ganz so erfrischenden Regenschauer hinauf zu den Landavierseen. Diese Tour war zwar die Anstrengendste aber doch wunderschön und erlebnissreich. Am vierten und letzten Tag sind wir dann über die Nockberge wieder nachhause gefahren - was überhaupt nicht anstrengend, aber wieder wunderschön war ;)

 

Ich kann euch nur sagen, dass ich diese vier Tage um nichts missen möchte. Sicher bin ich den anderen schwitzend hinterhergeschnauft, hatte schrecklichen Muskelkater in den Beinen und musste öfter mit meiner verdammten Höhenangst kämpfen als mir lieb war, aber ich hab letzendlich jedes Ziel erreicht!!!

 

Meine Einstellung gegenüber dem Wandern, Bergen, Sport und der Natur hat sich um 180 Grad gewendet. Natürlich war ich auch vorher gerne in der Natur, aber von da an wollte ich jede freie Minute draußen verbringen und bei jedem Ausblick über den Gipfeln der Alpen bekam ich Herzklopfen - es macht süchtig!!!

Einsame Alpenlandschaften, atemberaubende Aussichten, blühende Wiesen und eine herzhafte Jause in einer Almhütte... Ich kann euch nur sagen: probiert es doch einfach einmal aus - ich finds traumhaft!

 



und die moral der Geschicht? Geht nicht, gibts nicht! :)

 

Vielleicht sollte man sich öfter dazu entscheiden Dinge einfach auszuprobieren bevor man sie verdammt, sich öfter aus seiner Komfortzone hinauszubewegen und dabei über sich selbst hinauswachsen und öfter etwas Neues anzusehen, um seinen Horizont zu erweitern. Ich kann euch aus Erfahrung sagen, dass es das ganze definitiv wert ist!

 

"Lieber etwas riskieren, als später bereuen sich nicht getraut zu haben!"

 

Und wie siehts bei euch aus? Wann wurdet ihr mit der Bergsucht infiziert und in welchen Augenblicken liebt ihr die Berge ganz besonders? Gab es bei euch auch schon Momente in denen ihr etwas riskiert habt? - Lasst mir doch einen Kommentar da, ich würd mich freuen!

 

Alles Liebe eure Vanessa ♥

 

 

 

 

 

Get in touch and follow me on: Facebook, Pinterest, Instagram, Bloglovin or sighn in for the DancingOnClouds Newsletter!

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0





Travelbook BlogStars
Outdoor Blogger Codex Siegel
Follow