Tourentipp: Rennfeld - steirischer Panoramaberg

 

Das Rennfeld ist mit seinen 1629m einer der höchsten Berge in der Umgebung und bietet somit ein einmaliges und wunderschönes Panorama über Mur- und Mürztal. An klaren Tagen sieht man vom Semmering über den Hochschwab bis hin zu den Niederen Tauern ...


Panoramaberg Rennfeld

Das Rennfeld befindet sich am westlichsten Rand der Fischbacher Alpen, durch seine exponierte Lage bietet sich am Gipfel ein einmalig schönes Panorama: oststeirisches Hügelland, Ausläufer der Fischbacher Alpen, der Zwickel zwischen Mur- und Mürztal, Hochschwab, Eisenerzeralpen und an klaren Tagen sogar die niederen Tauern. Auch Tourenmäßig hat das Rennfeld einiges zu bieten! Bergfexe wählen eine derlängeren Varianten von Bruck/Mur oder dem Frauenberg aus, wer aber nicht so weit gehen möchte kann einen Teil des Weges auch mit dem Auto bewältigen.


Panoramaberg Rennfeld - Tourentipp

 

Location: Österreich/ Steiermark/ Hochsteiermark/ Fischbacher Alpen/ Bruck an der Mur

 

Dauer: ca 3 Stunden (unten gibts aber auch einen Link für längere Varianten)

 

Schwierigkeit: einfach/ teils steiler aber gut angelegter und markierter Weg ohne exponierte Stellen

 

Ausgangspunkt der Wanderung ist die Pischkalm (von Bruck an der Mur aus mit dem Auto über eine Forststraße erreichbar). Von dort weg führt ein gut beschilderter Wanderweg aufs Rennfeld. Zuerst folgt man einer Forststraße, später kommt man aber auf einen Waldweg. Der Weg ist zwar stetig ansteigend und teils auch sehr steil, aber es folgen immer wieder sanftere Passagen (außerdem beträgt die Gesammtgehzeit ja auch nur 1 1/2 Stunden). Auf halben Weg lichtet sich der Wald und man wandert über ein Stück kahlschlag, dannach wird es noch ein letztes Mal ordentlich steil - hier könnte es bei feuchtem Wetter auch rutschig sein! - aber nur für ein kurzes Stück. Im Sommer kann man in diesem Waldstück viele Preiselbeeren finden. Hier lohnt es sich auf den ausgetretenen Trampelpfaden einen kleinen Abstecher nach rechts zu machen, es bieten sich immer wieder specktakuläre Aussichten Richtung Breitenau, Hochlantsch und der Roten Wand. Aber Achtung die Felskante ist hier sehr steil! Ein kurzer Fußmarsch noch über die Alm und schon erhascht man einen ersten Blick auf das Gipfelkreuz und den nicht ganz so schönen Sendemasten.

Oben angekommen muss natürlich erst einmal das wunderschöne Panorama genossen werden, dannach kann man in die Schutzhütte einkehren (im Sommer ist Donnerstags Ruhetag).

Zurück kann man entweder unter der Schutzhütte den Forstweg entlang gehen oder den gleichen Weg nocheinmal nehmen.

 

Variante: Auf Rennfeld kommt man über zahlreiche verschiedene Wege, die bekanntesten sind die von Pischk bei Bruck an der Mur und von Frauenberg aus. Diese Wege sind aber ein wenig weiter als die hier von mir beschriebene Variante. (hier ein toller Link für die Brucker Variante)


Wie das Rennfeld zu seinem Namen kam - Agnessage

 

Wulfing von Stubenberg, Herr auf der Feste Kapfenberg, hatte sich mit der Tochter seines Nachbarn, der schönen Agnes von Pernegg, verlobt. Ihr Vater aber hatte bereits den Ritter von Kuenring zu seinem Schwiegersohn erkoren.

Als nun Wulfing Vorbereitungen traf, um auf einen Kreuzzug zu ziehen, ritt er nach Pernegg und hielt um die Hand seiner Agnes an. Da auch Agnes sich zu ihrer Liebe zu Wulfing von Stubenberg bekannte, musste ihr Vater widerstrebend versprechen, er werde mit der Verheiratung seiner Tochter auf den Tag genau zwölf Monde warten, denn bis dahin wollte der Stubenberger wieder zurückkommen.

Agnes schnitt zum Entsetzen ihres Vaters ihren prachtvollen bodenlangen Zopf ab und gab ihn Wulfing als Pfand ihrer Treue. Wulfing befestigte den Zopf in einer silbernen Kapsel an seinem Helm und trug ihn fortan in jedem Kampf bei sich.

 

Als der letzte Tag der festgesetzten Frist sich zu Ende neigte und von Wulfing noch keine Nachricht und kein Zeichen eingelangt war, befahl der Vater von Agnes, in aller Eile die Trauung seiner Tochter mit dem Ritter von Kuenring durchzuführen. Er führte seine verzweifelte Tochter in die Burgkapelle, wo Agnes, die von Ferne Hufgetrappel zu hören glaubte und auf die rechtzeitige Rückkehr ihres Wulfing hoffte, in ihrer Angst die Sinne schwanden. Der Priester weigerte sich daraufhin, die Trauung zu vollziehen, da Agnes ja gar nicht wusste, was mit ihr geschah.

Mittlerweile war Wulfing wirklich in letzter Minute gekommen, und, da er das Burgtor verschlossen vorfand, gewaltsam eingedrungen. Als er sah, was der heimtückische Vater vorgehabt hatte, war er sehr erzürnt und forderte seinen Nebenbuhler, den Ritter von Kuenring, für den nächsten Tag auf eine Bergwiese zum Duell.

 

Der Kuenringer erschien in glänzender Rüstung, der Stubenberger dagegen in einem leichten Schuppenpanzer. Den mächtigen schwarzen Helm, an dem in einer silbernen Kapsel der Zopf seiner Agnes befestigt war, trug er auf dem Kopf. Der Kampf der beiden edlen Ritter währte den ganzen Tag, bis es Wulfing gelang, seinen Gegner mit einem mächtigen Streich niederzustrecken.

 

So konnte Wulfing von Stubenberg seine Agnes heimführen und er lebte mit ihr glücklich bis an sein Lebensende. Die Bergwiese aber, auf der die beiden Ritter „gegeneinander angerannt“ waren, wurde von da an „Rennfeld“ genannt."

(Quelle: https://www.geocaching.com/geocache/GC1G085_der-zopf-der-agnes am 5.5.2016 um 18.25 Uhr)




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