Wandern in der Waldheimat/ Teufelstein in Fischbach

WANDERN IN DER WALDHEIMAT/ DER SAGENUMWOGENE TEUFELSTEIN IN FISCHBACH...

 

Die wunderschöne, steirische Waldheimat lädt zum Träumen ein - von einer Welt voller zauberhafter Wesen, in der flinke Feen von süßen Heidelbeeren im Wald naschen und in einer Fingerhutblüte wohnen - nebenan ärgert sich immer noch der Teufel über sein Scheitern beim Bau des Himmelsturms... Nein, Quatsch! Ganz so romantisch war`s dann doch nicht. Aber die Wanderung zum Fischbacher Teufelstein hat trotzdem so einiges drauf...



wandern in der waldheimat - der teufelstein in fischbach

 

Die steirische Waldheimat liegt ruhig und noch nicht von Touristen überschwemmt in den Fischbacher Alpen. Der bekannte Dichter Peter Rosegger hat diesem Fleckchen Erde seinen Namen gegeben - war es doch das Land und der Wald rund um seine Heimat am Alpl. Zugegeben, für Extrembergsteiger oder Adrenalinjunkies ist die Waldheimat nichts. Ruhesuchende und Genusswanderer kommen hier aber voll auf ihre Kosten: einsame Wege, geschichtsträchtige Gipfel und die sanften Erhebungen des Alpenvorlandes...

 

Heute möchte ich euch auf genau so einen sagenumwogenen Gipfel mitnehmen - die einfache Wanderung zum Teufelstein ist auch für Kinder sehr reizvoll und hat tolle Ausblicken, Heidelbeerwälder, Kletterfelsen und ganz viel pure Natur zu bieten!

 


Wo der Teufel einen Turm zum Himmel bauen wollte...

 

Ausgangspunkt für die Wanderung zum Teufelstein ist der Parkplatz am Schanzsattel. Von dort aus gehen wir über die Wiese unterm Schilift hinauf und schelgen in pulvrigen Kinheitserinnerungen. Hier habe ich Schifahren gelernt! Bald zweigt der Weg rechts in den Wald hinein ab. Diesem leicht ansteigenden Hohlweg und den weiß-grünen Markierungen folgen wir nun ca eine Stunde lang. Wir kreuzen immer wieder die Forststraße und kommen durch Waldstücke deren Boden von Heidelbeerstauden komplett bedeckt ist. Zeit für die erste Pause - was gibt es Leckereres als frisch gepflückte Heidelbeeren?

 

Wenn der Bauch voll und die Zunge vom süßen Fruchtsaft violett gefärbt ist setzen wir unseren Weg fort und kommen auf eine Kuhweide. Rechts führt uns der Weg über eine große Wiese auf der wir bunt blühende Fingerhüte beobachten - oh, wie wir unsere Heimat doch lieben! Nach einem kurzen Waldstück kommt man dann aufs Teufelsteinplateau und kann die sagenumwogenen Felsblöcke zum ertsen Mal bewundern und - sofern man schwindelfrei ist - erklimmen.

 

Auf den vielen Felsen rund um den Teufelsstein lässt es sich wunderbar Picknicken. Nach dem Beerennaschen sind wir zwar noch nicht wirklich hugrig, aber "Hallo!" wir sind hier beim Genusswandern...

Ein kleines Stück hinter dem Felsen steht das Gipfelkreuz auf 1498m Seehöhe. Wer möchte kann sich ins Gipfelbuch eintragen und der Sage vom Teufelstein lauschen. Hier lohnt es sich noch durch das schmale Waldstückt hinter dem Gipfelkreuz zu gehen, die Wiese dahinter bietet eine wunderbaren Ausblick auf die umliegende Bergwelt.

 

Dann gehen wir wieder zurück zum Teufelstein und wir verabschieden uns von den sagenumwogenen Felsblöcken. Der Rückweg führt uns Richtung Süden, wir folgen nun den Schildern mit der Aufschrift "Teufelsteinrunde" und "Auf der Schanz" sowie den rot weißen Markierungen. Nach einem kurzen Absteig gelangen wir zur Teufelsteinhütte - wer möchte kann sich hier erfrischen. (Die extralange Baumschaukel ist der Hammer!!!)

Nun halten wir uns immer eher rechts. Achtung, zwischendurch wechselt die Markierungsfarbe zu gelb-weiß! nach einem ca einstündigen Abstieg gelangen wir wieder auf die Straße und können den Parkplatz auf der Schanz schon sehen.

 



Die Sage vom Teufelsstein

 

Im Norden des Bezirkes Fischbach sind die Fischbacher Alpen gelegen, auf einem ihrer Gipfel liegen drei höchst bizarr aussehende Felsblöcke. Es heißt, dass sie vor vielen Jahren der Teufel selbst dort fallen gelassen hat...

 

Nachdem der Engel Luzifer gefallen war, trieb er Jahrhunderte lang sein Unwesen als oberster Höllenfürst. Doch sehnte er sich zurück in den Himmel. Der Gottvater wollte ihn unter einer Bedingung wieder zu sich Aufnehmen: Er sollte in der Christnacht, in der Zeit wenn der Priester die Heilige Hostie aufhebt einen Turm zu Himmel hinauf bauen, dieser Turm müsse aber bis zum zweiten Glockenschlag - dem Zeichen zur Aufhebung des Kelches - fertig sein.

Luzifer ging auf diese Bedingung ein, wohlwissend, dass die Zeit sehr knapp berechnet war. Daher baute er sich ein großes Taggestell und als der erste Glockenschlag ertönte warf er drei große Felsblöcke darauf. Diese brachte er auf die Fischbacheralpe. Als er sein Gestell ein zweites Mal beladen wollte, warf er die Steine in seiner Hast mit zu viel Gewalt darauf und das Gestell zerbrach. Bevor er es wieder richten konnte ertönte aber im Tal der zweite Glockenschlag und der Priester hob den Kelch.

So wurde Luzifer nicht wieder in den Himmel aufgenommen und musste in die Hölle zurückkehren. Die drei Steinblöcke aber ließ er auf dem Gipfel liegen und sie wurden in Gedenken an diesen Tag von da an Teufelstein genannt.

 



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