Ein Tag in Graz

 

Im Mai durfte ich einen wunderschönen Tag mit meiner Freundin in Graz verbringen und bekam dabei die Stadt an der Mur von einem richtigen Local gezeigt. Ein wunderschöner Tag mit (fast) perfektem Wetter, dem besten Eis der Stadt und einem krönenden Ende im Kino...


 

Nachdem ich von meiner viermonatigen Abgeschiedenheit in Tirol - auch Wintersaison genannt - wieder nachhause gekommen bin, wollte ich natürlich Familie und Freunde wiedersehen und freute mich schon auf viele gemütliche Tage mit Tee und Kuchen und guten Geschichten. Von einem solchen Tag möchte ich euch jetzt erzählen, er hat in Graz stattgefunden und war wirklich wunderschön!

 



Los gings früh Morgens im Grazer Stadtpark - zu dieser Zeit wusste ich noch gar nicht, dass es der Stadtpark war - ein bisschen verloren stand ich an unserem Treffpunkt und beäugte wie die Grazer auf bunten Rädern zur Arbeit fuhren, während ich auf meine Freundin wartete. Das Wetter war traumhaft warm für den Frühling und ich dachte mir gerade, dass es doch ganz cool sein könnte sich in dieser für mich sehr großen Stadt auszukennen und morgens gemütlich mit dem Rad zum Arbeitsplatz fahren, - na gut, in meinem Fall eher hetzen, die Worte "Morgens" und "gemütlich" exestieren bei einem Langschläfer wie mir nicht in Kombination - da bog sie schon um die Ecke.

Als erstes ging es in die Innenstadt, die war zu meiner großen Überraschung echt nicht weit entfernt - Gott ich habe echt keine Orientierung! Aber als ich dann gefragt wurde ob ich Lust auf ein Frühstück hatte, war ich dafür wieder voll in meinem Element - Na, klar hatte ich Lust auf Frühstück! - das wurde dann beim Sorger in der Sporgasse eingenommen und war echt lecker. Außerdem war es richtig schön wiedermal so richtige Mädchengespräche zu führen, über meine Erlebnisse in Tirol zu berichten und über die ersten Uni-Erfahrungen meiner Freundin zu hören.

 

 

Es war der Samstag vor dem Muttertag und da wir beide noch kein Geschenk hatten, wurde kurzerhand entschlossen ein bisschen bummeln zu gehen. (Eine wunderbare Ausrede!) Als erstes gings natürlich in die Herrengasse, aber die altbekannten Markenlabels hingen uns bald zum Hals raus - solche Läden sieht man jeden Tag, wir wollten etwas Ausgefalleneres. Also wurde ich  in die engen Seitengassen gezogen - und bekam Panik mich zu verirren - aber im Nachhinein war das eine tolle Idee. Meine Freundin zeigte mir ein paar richtig schöne Plätze und wir fanden ein paar echt ausgefallene und tolle kleine Läden, besonders schön fand ich außerdem, dass der Großteil der Altstadt aus Fußgängerzonen besteht. Ich würde euch auf jeden Fall empfehlen die Straßen und Gässchen in Nähe der Herrenstraße und des Hauptplatzes zu erkunden, die sind teilweise viel schöner als die üblichen Touristrecken - und keine Angst wenn ich mich nicht verirrt habe, dann werdet ihr das bestimmt auch nicht.

Auch sehr sympatisch fand ich den Grazer Muttertagsmarkt - ich liiiiebe Märkte, nur gibts die in meiner kleinen Heimatstadt leider nicht all zu oft.

 

 

Als nächstes gings ab zum "Moser" - keine Angst ich hatte auch noch nie davon gehört, aber ich war begeistert!!! Der "Moser" ist eine riiiiiiesige, dreistöckige Buchhandlung und da ich Bücher liebe fühlte ich mich wie im siebten Himmel. In dieser Buchhandlung gibt es so ziemlich jedes deutsche Buch das man sich vorstellen kann und außerdem ein eigenes Cafe in dem man sich wärend dem Schmöckern erfrischen kann. Einfach traumhaft!

Dannach hatten wir erst einmal hunger - natürlich kannte meine Studentenfreundin ein gutes aber preiswertes Lokal - aber ich kann euch sagen, das Lokal war nicht nur gut sondern der Hammer! Die Area 5 ist direkt am Jakominiplatz im obersten Stock eines Einkaufszentrums gelegen, bei schönem Wetter kann man auch auf der Dachterasse sitzen und über die gesammte Satdt blicken. Es handelt sich dabei um ein Bausatzlokal - ich kannte so etwas bis dahin gar nicht und war echt begeistert von der Idee sich die Zutaten zu seinem Essen selbst aussuchen zu können, außerdem ist der Flair des Ladens einfach cool und das Essen ist wirklich preiswert.

Dannach sind wir noch einmal durch die Altstadt flaniert und haben uns als Nachspeise ein paar Kugeln des angeblich besten Eises der Stadt geholt. Vor der Eisdiele Greissler in der Sporgasse hatte sich schon eine lange Schlange gebildet, aber für ein gutes Eis kann man ja bekanntlich warten und das haben wir dann auch gemacht. Das Eis stammt aus einer niederösterreichischen Manufaktur, wird aus regionalen und ausschließlich natürlichen Zutaten hergestellt und schmeckt einfach super. Ich hab Schokolade und Himbeere genommen! Genossen wurde das ganze dann am Glockenspielerplatz.

Später durfte ich dann noch die neue Studenten-WG meiner Freundin bestaunen - oh wie sehr freue ich mich schon auf meine erste eigene Wohnung, das kleine Zimmer hier in Tirol bin ich schon langsam echt satt!

 

 

Nach der Wohnungsbesichtigung gings noch ab auf den Schlossberg, denn was ist schon ein Graztag ohne Uhrturmfoto?  Wir haben den Berg vom Glockenspielerplatz aus zu Fuß erklommen, man kann aber auch mit dem Lift oder der Zahnradbahn hinauffahren. Gerade als wir es uns dann neben dem Uhrturm bequem gemacht hatten kam der Regen. Toll... Aber wir fanden gottseidank einen romatischen kleinen Pavillion zum Unterstellen.

Am Abend haben wir uns dann noch mit der ganzen Clique getroffen und im Harley Davidson Clocktower Bruger und Steak gegessen - aber ganz ehrlich schmecken mir die Burger beim Hooters besser und die sind auch nicht so extrem überteuert... Und ich bin zwar kein Steakesser, aber wenn ich in Österreich ein Steak essen möchte, dann brauch ich kein aus Amerika importiertes Fleisch dazu - wir haben hier genug österreichische Biorinder auf unseren Almen...

Der krönende Abschluss für diesen wunderschönen Graztag war dann noch ein Kinobesuch - wir haben den neuen Avenger Film angesehen.

 


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