10 Tipps für Venedig

 

Geschichtsträchtig, romantisch und einfach wunderschön ist die Lagunenstadt Venedig. Ich war schon bevor meinem ersten Venedigbesuch verliebt in diese Stadt - sie ist einfach mit nichts vergleichbar, man muss mit eigenen Augen sehen was ich meine.

Aber Achtung! Um Touristenfallen zu vermeiden gibt es einiges zu beachten, hier gibts 10 Tipps die euren Venedigurlaub hoffentlich perfekt machen...



Venedig - Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll... Schon bevor ich das erste Mal dort war habe ich diese Stadt schon geliebt. Jahrelang habe ich Bücher über Venedig verschlungen und meine Pinnwand mit Bildern von den traumhaften Palästen und geheimnissvollen Kanälen der Lagungenstadt tapeziert. Als es dann endlich so weit war, bin ich vollkommen aus dem Häuschen gewesen und vergaß fast aus dem Zug auszusteigen. Weil ich in meiner Begeisterung so von den geschichtsträchtigen Gebäuden hinterm Fenster gebannt war, dass ich schlicht nicht bemerkte, dass der Zug schon im Bahnhof einfuhr.

Ich kann euch sagen, dass meine Erwartungen an die Stadt bei weiterm übertroffen wurden. Venedig ist einfach wunderschön. Man fühlt sich ein bisschen als wäre die Zeit stehengeblieben, manchmal kann man kaum glauben, dass die eindrucksvollen Paläste heute nur Büros beherbergen und keine Contessen mehr...

 

 

Wie an jedem Touristenhotspot gibt es aber ein wenig zu beachten um nicht enttäuscht zu werden, außerdem haben sich leider auch die Venezianer zahlreiche Tricks ausgedacht um euch das Geld aus der Tasche zu ziehen... Damit euer Venedigtrip aber trotzdem ebenso schön wird wie meiner habe ich euch hier ein paar Tipps für euch:

Wie ihr Touristenmassen und endlose Schlangen vor den Sehenswürdigkeiten vermeidet:

Hier gilt es auf den Zeitpunkt des Urlaubs zu achten. Zu den Hauptsaisonen im Sommer und bei Karneval sind Venedigs enge Gassen oft verstopft mit Touristenmassen, vor den bekannten Sehenswürdigkeiten bilden sich schier endlose Schlangen und um einen Blick von der Rialto Brücke zu werfen muss man sich erst einmal in einen Ringkampf mit Fotowütigen Japanern werfen. Das alles ist natürlich nicht sehr schön und sollte bei der Urlaubsplanung beachtet werden. Am Besten ihr besucht die Lagunenstadt im Frühling oder im Herbst - da minimiert sich dann nicht nur die Touristenzahl sondern auch die Temperaturen sind angenehmer. Wenn möglich solltet ihr auch Wochenende und Feiertage vermeiden - das ist natürlich nicht immer einfach, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Was ihr bei der Unterkunftsauswahl beachten solltet

Venedig ist ein teues Pflaster, das ist keine Frage aber dennoch kann man an der ein oder anderen Ecke sparen... Bei der Unterkunftsauswahl ist es auf jeden Fall empfehlenswert zuerst einmal die Hotels am Festland abzuchecken. Die sind nicht nur um einiges billiger sondern oft auch schöner und moderner - viele der Venezianischen Häuser sind nämlich Denkmalgeschützt und das mancht Renovierungsarbeiten in der Altstadt sehr schwierig. Außerdem schläft es sich dort auch viel ruhiger und wenn man mal einen sightseeingfreien Tag machen möchte kann man sich ganz einfach an den Strand legen und die frische Meerespriese genießen. Mit Zug oder Bus kommt man dann auch relativ schnell über die Meerenge zur Lagunenstadt.

Ich verwende bei der Suche nach Unterkünften immer Preisvergleichsportale wie zum Beispiel trivago. Manchmal ist der Preisunterschied von Buchungsplattform zu Buchungsplattform sehr hoch, da lohnt es sich defenitiv vorher zu vergleichen. Außerdem checke ich die Gästebewertungen genau ab, österreichischer Sternestandart ist in anderen Ländern oft nicht üblich und man kann da übel in die Falle tappen.

 

Venedig - keine Stadt für einen Tag

Wenn man nun beispielsweise in Lignano Urlaub macht und einen Tagesausflug nach Venedig plant ist das sicherlich keine schlechte Idee, aber ich persönlich finde, dass ein Venedigtrip etwas Zeit benötigt. An jeder Ecke gibt es so viel Schönes zu bestaunen und zu sehen, da reichen ein paar Stunden schlicht und einfach nicht aus. Wer Venedig wirklich sehen und erleben möchte, der sollte schon mindestens drei Tage für Stadtrundbummel, Bootsfahrten, Inseltouren und Museums- und Kirchenbesuche einplanen.

Verlauft euch!

Und das meine ich ernst. Wenn ihr nur einem Touristenführer oder dem Stadtplan nachlauft, dann werdet ihr die schönsten Orte Venedigs warscheinlich nicht finden. Vor allem ruhigen Gässchen, geheimnissvollen Kanäle und verlassene Plätze haben einen ganz besonderen Zauber und sollten von euch auf jeden Fall entdeckt werden.

Kaffee in Venedig?

Beim Kaffeetrinken kann man in Venedig schnell einmal draufzahlen. Am Besten ihr setzt euch nicht in eines der Kaffees direkt am Markusplatz - die sind horrendteuer und meist auch noch sehr eng. Auch die Sitzplätze vor dem Kaffee gilt es zu vermeiden, hier wird oft für den Tisch nocheinmal ein extra Zuschlag berechnet, da kann der schnell einmal doppelt so teuer werden wie zuvor angenommen.

 

Welche Sehenswürdigkeiten ihr auf keinen Fall verpassen solltet

Natürlich stehen Markusplatz, Campanile und Rialtobrücke bei jedem Venedigbesucher ganz oben auf der Sightseeingliste, aber die UNESCO-Weltkulturerbestadt hat da noch so einiges mehr zu bieten. Ich verrate euch nun meine drei Geheimtipps:

 

Der Fischmarkt - nichts für jedermanns Nase:

Der venezianische Fischmarkt ist sicherlich nichts für feine Nasen aber ich finde ihn einfach toll. Jeden Tag werden hier Unmengen an frisch gefangenen Fischen feilgeboten. Vom Tintenfisch bis zur Muschel kann man hier alles sehen, eine tolle Möglichkeit um sich einmal ein Bild davon zu machen was so durch die Gewässer der Lagune schwimmt. Wenn ihr ein Appartement habt dann solltet ihr hier auf jeden Fall einmal euer Abendessen kaufen und den Fisch dann selbst zubereiten - die Händler geben natürlich gerne Tipps und Rezepte weiter.

 

Die Inseln:

In der Venezianischen Lagunge gibt es über 60 Inseln, einige davon werden von den Wassertaxis angefahren und sind auf jeden Fall einen Ausflug wert. Die Bekannteste Insel ist natürlich die Glasbläserhochburg Murano.  Die tausendjährige Geschichte der Glasbläserkunst ist im Museo Del Vetro im Palazzo Giustinian auf Murano zu bewundern.

 

Der Campanile einmal anders:

Der Campanile am Markusplatz, auch Markusturm genannt ist das Wahrzeichen der Stadt. Von ihm aus hat man einen traumhaften Blick über die gesamte Lagune. Leider ist er meist überlaufen und man muss Eintritt bezahlen. Deshalb lohnt es sich seinen kleinen Bruder zu besuchen, direkt gegenüber vom Markusplatz, auf der anderen Seite des Canale Grande befindet sich ein zweiter, etwas kleinerer Turm. Er ist nicht so bekannt, deshalb ist es hier auch um einiges ruhiger. Von seiner Spitze aus hat man aber ein mindestens ebenso schönes  Panorama und nebenbei auch noch einen Blick auf den Markusturm werfen.

 

Was ihr beim Bootfahren umbedingt beachten solltet

Eine Godelfahrt ist für viele ein obligatorisches Highlighte ihres Venedigbesuchs - ich finde das sündhaft teure Geschaukel in diesen kleinen Nusschalen nicht so toll, aber hier einmal ein paar Tipps:

Die Preise variieren je nach Nachfrage extrem stark (mit ca 80€ sollte man rechnen), am billigsten sind die Fahrten Vormittags und an den Anlegestellen fernab von den Hotspots, teuer wird es dann Nachmittags und bei Sonnenuntergang. Auf jeden Fall solltet ihr den Preis aber vorab mit dem Gondoliere abklären - auch Verhandeln kann sich lohnen!

Die billigere und auch schnellere Varriante dazu ist das "Vaporetto" genannte Wassertaxi Venedigs. Auch die Einheimischen benutzen diesen Wasserbus, Anlegestellen gibt es zahlreich und auch der Ausblick ist vom Vaporetto aus oft besser.

 

Die Sache mit den Tauben

Wer kennt sie nicht, die typischen Touristenfotos aus Venedig auf denen am Markusplatz Tauben gefüttert werden. Doch so schön diese Bilder auch sind, das Taubenfüttern am Markusplatz ist aus hygienischen Gründen leider verboten und es drohen saftige Geldstrafen. Also Finger weg von den oft immernoch angebotenen Futtermischungen!

Die Restaurantauswahl

Auch hier gilt wieder: Weg von den Touristenhotspots! Sucht euch ein kleines charmantes Restaurant in einer ruhigen Gasse - und riskiert vorher auf jeden Fall auch einen Blick auf die Teller der anderen Gäste - dann werdet ihr nicht nur günstigeres sondern in den meisten Fällen auch besseres Essen bekommen.

Venedig bei Nacht - das müsst ihr gesehen haben!

Nach einem genussvollen italienischen Abenessen lohnt sich auf jeden Fall noch ein kleiner Bummel durch die Stadt. So spät abends, im Mondschein und verlassen haben Gassen, Plätze und Kanäle nocheinmal einen ganz anderen Zauber. Nun spürt man die Geschichte der Stadt wirklich und kann von einer längst vergangenen Zeit träumen. Eine Erfahrung die ihr auf jeden Fall machen müsst!

So und nun möchte ich euch noch einen unvergesslichen und wunderschönen Venedigausflug wünschen! Ich hoffe meine Tipps waren Hilfreich und ich konnte in euch ein wenig Fernweh nach dieser wundervollen Lagungenstadt auslösen.

Habt noch Tipps für eine Venedigreise oder könnt von eurem letzten Venedigaufenthalt berichten? Dann lasst doch ein Kommentar da! Ich freu mich schon ;)


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