WANDERUNG ZUM Edelweißboden und Hochturm

WANDERUNG ZUM WOCHENENDE - EDELWEISSBODEN UND HOCHTURM:

 

Diesmal gibts für euch eine wunderschöne, aber doch etwas anspruchsvolle Wanderung zum Wochenende, es geht über den Edelweißboden zum Hochturm - also auf ins Steirische Hochschwabgebiet!

Nomes est Omen: hier steht Anfang Juli - neben einem Meer aus anderen Alpenblumen - das Edelweiß in voller Blüte. Außerdem bietet sich ein sagenhafter Ausblick über das gesamte Hochschwabmassiv, hinunter zum berühmten Grünen See und sogar bis zum Eisenerzer Erzberg...


Der Inbegriff alpiner Blütenpracht... .

 

Ich liebe Blumen, sie sehen hübsch aus, riechen herrlich, machen sich einfach toll auf Bildern und sind nebenbei auch oft Heilpflanzen oder wenigstens essbar... Außerdem liebe ich die Berge, da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass ich die unumstrittene Königin der Alpenblumen - das Edelweiß - schon immer einmal live und wildgewachsen sehen wollte.

In vielen alten Heimatfilmen kann man naive Burschen dabei beobachten, wie sie ihrer Liebsten ein Edelweiß von einer steilen Felswand pflücken wollen und dabei nicht selten in den Tod stürzen, ganz so gefährlich gings bei unserer Wochenendtour auf den Edelweißboden aber gottseidank nicht zu...

 


Die Wanderung zum Wochenende: Eine wöchentliche Postserie in der ich euch Wanderungen und Touren vorstellen möchte, die vom angesagten Wetter, der Jahreszeit oder wegen anderen Ereignissen her gerade besonders ansprechend und empfehlenswert sind...



Wanderung zum Wochenende: Edelweißboden und Hochturm - Juli/2

 

Location: Österreich/ Steiermark/ Hochsteiermark/ Hochschwabregion/ Tragöss/ Trechtlingstock

 

Dauer: ca 7,5 Stunden (14km und 1100hm)

 

Schwierigkeit: anspruchvollere Wanderung die Kondition, Trittsicherheit und auch ein wenig Schwindelfreiheit verlangt (rote Wegmarkierung) - es gibt aber die Möglichkeit zu einer kürzeren und weniger anspruchsvollen Variante

 

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Almgasthof Hiaslegg (1.154m) - die Anfahrt hierher erfolgt über eine Schotterstraße: In Tragöss/Großdorf direkt vor der Kirche links abbiegen und den Sattel Richtung Trofaiach hinauffahren. Am Parkplatz folgt man der Beschilderung zum Hochturm (gen Norden) und geht erst über eine Forststraße und dann später einen Waldweg immer Richtung Norden und bergauf. Richtung Tragöss hinunter bieten sich schon hier immer wieder tolle Ausblicke ins Tal. Auf ca 1.500m beginnt der anstrengendste Teil der Wanderung über einen steilen und felsigen Waldweg - vor allem bei Regen ist hier Trittsicherheit erforderlich! Dann hat man es aber schon benahe geschafft, am Wetterkreuz angekommen kann man verschnaufen und erstmals die traumhafte Aussicht genießen, durch ein kleines Latschenfeld geht es nun noch das lezte Stück auf den Edelweißboden hinauf. Auf dem Hochplatteau angelangt heißts dann Augen auf den Boden - wer genau schaut wird sicherlich schnell fündig. Aber bitte nur schauen und bestaunen, das Edelweiß ist gefährdet und steht deshalb unter Naturschutz, auch wenn hier noch viele davon wachsen, darf es nicht gepflückt werden! Die kürzere Variante endet hier - wer möchte kann aber noch ein bisschen am Platteau herumwandern, picknicken und an der steilen Ostseite zum berühmten Grünen See hinunterschauen bevor er sich wieder an den Abstieg macht.

 


 

Für die Bergfexe gehts jetzt noch ca 1,5h weiter zum Gipfel des Hochturms. Dafür wandert ihr gen Norden und haltet euch dabei an die rot-weiß-roten Bodenmarkierungen. Die ersten zwei Drittel des Weges füren zwar bergauf aber über einfach zu begehende Bergwiesen. Dannach wird es aber schroff und abschüssig, der recht Schmale Weg führt noch einmal ein Stück berab bevor es dann rechts zum finalen Anstieg auf den Hochturm geht. Wer wirklich schwindelfrei und absolut trittsicher ist kann ein wenig vorher schon rechts hinauf den kürzerern Weg zum Gipfel hochkraxeln. Alle anderen nehmen aber lieber den längeren Weg.

Wir haben uns damals trotz meiner Höhenangst für die Kletterpartie entschieden - hat mich einiges an Überwindung gekostet, aber war dank der tollen Anleitung meiner Freundin machbar und im Nachhinein bin ich mächtig stolz auf mich. Hinunter gings dann allerdings wieder über den normalen Weg...

 

Am Gipfelkreuz angekommen bietet sich dann ein einmaliges Panorama von der Messnerin hin zum Hochschwab und auf der anderen Seite sogar bis zum Erzberg und dem Eisenerzer Reichenstein - einfach traumhaft!

 


 

Hinunter gehts dann wieder über die gleiche Strecke - am Bild ganz rechts könnt ihr vielleicht die Steinbockherde sammt Jungtieren erkennen die wir beim Abstieg beobachten durften. Für den Abstieg müssen wieder mindestens 2,5 Stunden eingeplant werden - genießer können aber vorher noch eine kleine Pause an der Ostseite des Edelweißbodens machen, die Füße über die Felskante zum Grünen See hinunterbaumeln lassen und dabei die einmalige Aussicht genießen...



Fragen zur Wochenendswanderung?

Warum ist diese Tour genau jetzt so empfehlenswert?

Ganz einfach weil zur Zeit die alpine Blumenwelt in voller Blüte steht und man am Edelweißboden wirklich unglaublich schöne Almblumenwiesen sehen kann. Außerdem ist´s auf dieser Höhe selbst an heißen Sommertagen nicht zu warm - perfekt für den Juli!

 

Was hat mir besonders gut gefallen?

Nachdem ich nun schon so ausgiebig darüber geschwärmt habe: natürlich die Blumen und vor allem das Edelweiß! Aber auch der unglaubliche Ausblick in die Bergwelt meiner Heimat, der Blick hinunter zum Grünen See und die Steinbockherde mit den drolligen Jungtieren.

 

Was dürfen wir bei dieser Tour auf keinen Fall vergessen?

Sonnencreme und Kopfbedeckung einpacken (die Bergsonne ist vor allem jetzt im Sommer sehr stark und das übersieht man schnell). Außerdem müsst ihr auf jeden Fall einen Blick über die Ostseite des Edelweißbodens hinunter zum Grünen See werfen und nicht vergessen: das Edelweiß steht unter Naturschutz, also nicht plücken und auch bitte nicht draufsteigen ;)

 


 

Eine sehr detailierte Wegbeschreibung mit toller Karte findet ihr übrigens auf  www.wandertipps.eu

 

Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachwandern! Wenn ihr noch Fragen habt dann schreibt sie gerne in die Kommentare - oder schreibt mir doch einfach wie euch die Tour gefallen hat? Ich freue mich auf jedenfall von euch zu hören.

 



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