Nizza - Die Hauptstadt der Französischen Riviera

NIZZA - HAUPTSTADT DER FRANZÖSISCHEN RIVIERA

 

Als Perle der Côte d'Azur oder als Hauptstadt der französischen Riviera wird Nizza oft beschrieben - und wer von uns denkt schon nicht an Sonne, Strand, HighSociety und mediteranes Flair wenn er den Namen der südfranzösischen Hafenstadt hört? Im Juli durfte ich ein paar Tage in dieser besonderen Stadt verbringen und sie ein wenig kennenlernen. Nizza ist bunt, warm, etwas hektisch, irgendwie wunderschön und hat einen grauenhaften Verkehr - ich hab euch in diesem Artikel meine Eindrücke gemeinsam mit einer Liste der berühmtesten Sehenswürdigkeiten zusammengefasst...


Perle der Côte D'Azur                                                            .

 

Nizza ist mit seinen knapp 350.000 Einwohnern eine der größten Städte Südfrankreichs und als Treffpunkt für die Schönen und Reichen bekannt. Die Region ist durch ihr mildes Klima, weite Strände und üppige Vegetation seit jeher bevorteilt und bereits seit der Steinzeit besiedelt. Heutzutage boomt der Tourismus in der französischen Urlaubsmetropole.

Auch der Sommerurlaub gemeinsam mit meinem Freund führte uns nach Nizza (und dannach in die Provence) - ich kannte den Namen der Stadt, hatte aber abolut keine Vorstellung davon was uns erwarten würde. Vielleicht wäre es schlau gewesen sich bereits vor dem Buchen zu informieren, aber ich handle da eben meist vom Bauch heraus (hat bis jetzt immer super funktioniert). Ich hatte also mit einer kleinen, mittelalterlichen Hafenstadt im französischen Flair gerechent, geworden ist daraus dann aber irgendwie die pulsierende Hauptstadt der französischen Riviera - egal, schön wars trotzem! Aber anfangs ein kleiner Kultuschock für uns zwei Landeier... Obwohl die Stadt wunderschön ist, ist und bleibt Nizza eine Großstadt - laut, hektisch und auch ein wenig schmutzig. Trotzdem gibt es viel zu sehen und zu bestaunen. Vor allem die Altstadt ist wunderschön, voller Lebensfreude und sehr farbenfroh - eine typische Mittelmeerstadt!

 

 

Wir hatten vor drei Tage in der Nizza zu verbringen - einer davon war nur für Sightseeing eingeplant, an den anderen beiden diente die Hafenstadt als günstig gelegener Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region.

Bei unserer Ankunft am Flughafen hingen dicke Wolken über den Dächern der Stadt und es war sehr windig, aber trotzem angenehm warm - also perfektes Sightseeinwetter! Am Flughafen gings hektisch zu und wir brauchten ein wenig um die Mietwagenstation zu finden - nehmt den kostenlosen Shuttelbus zwischen den Terminals, sonst müsst ihr so wie wir ewig weit laufen... Dannach gings dann aber relativ schnell (über unser Mietauto werd ich dann noch einen eigenen Bericht schreiben - wenn ihr aber jetzt schon Fragen dazu habt dann hinterlasst doch einen Kommentar!).


Verkehrschaos hoch 1000                                                   .

Wenn ihr vorhabt euren Südfrankreichurlaub so wie wir mit Mietauto zu verbringen, dann packt bitte starke Nerven ein. Denn unseren geordneten österreichischen Verkehr kennen die Franzosen nicht. Auf den ersten Blick ist´s das totale Chaos, warscheinlich versteckt sich dahinter ja eh ein ausgetüfteltes System, denn Unfall haben wir keinen miterlebt, aber für uns war das französische Straßenabenteuer einfach nur Wahnsinn - vor allem in der Stadt!

  1. Fast keines der Französischen Autos hatte keine Kratzer, Dellen, herabhängende Seitenspiegel oder mit Panzertape geflickte Stellen.
  2. Die Motorradfahrer sind lebensmüde und quetschen sich in jede noch so kleine Lücke um voranzukommen.
  3. Rechtsüberholen ist in Nizza ganz normal, vor allem bei Motorrädern.
  4. Zebrastreifen sind höchstens zur Zierde da, wenn überhaupt dann werden nur die Ampeln beachtet.
  5. Zwei Autos plus Motorrad und Radfahrer haben auf einer zweispurigen Straße locker Platz.
  6. Einklappbare Seitenspiegel sind ein muss, denn es geht oft eng einher und dann müssen meist die parkenden Autos dran glauben.
  7. Es wird so lange drauf losgefahren bis entweder einer aufgiebt oder es kracht.
  8. Trotzdem wagt es niemand zu schnell zu fahren - bringt sehr viel Geduld und auf keinen Fall Zeitdurck mit, denn Südfrankreich ist die Heimat der Schleicher...

Ich bin heilfroh darüber, dass sich in dieser Zeit nur mein Freund hinters Lenkrad geschwungen hat und nicht ich mich in diesem Verkehrswahnsinn zurechtfinden musste. Er hat das trotz leichter Nervenzusammenbrüche echt super gemacht und wir konnten unser Mietauto ohne Kratzer zurückbringen - war für uns selbst ne Überraschung!

 

Parken in Nizza                                                                        .

 

Nachdem das Auto dann einmal halbwegs sicher in der Parkgarage "Promenade des Arts" - 18 Avenue Saint Jean Baptiste - abgestellt war gings los auf Erkundungstour quer durch die Stadt. Obwohl uns die Französischen Parkhäuser sehr eng vorkamen hatten wir dank tatiksch schlauer Parkplatzwahl gottseidank nie einen Parkschaden. Die Garage kostete 24€ pro Tag, ein wenig teuer aber auf jeden Fall eine gute Investition, da die Seitengassen Nizzas als nicht sehr sicher für parkende Fahrzeuge gelten.

 


Entlang am Fluss Le Paillon                                              .

Das Parkhaus befindet sich direkt unter dem Kunstmuseum Nizzas, wenn man von hier aus nach Süden geht folgt man dem ehemaligen Lauf des Flusses Le Paillon und kommt durch großzügige Grünanlagen erst zum Place Masséna und dannach direkt ans Meer. Ein toller Spaziergang mit Ausblick auf die viele Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Nizzas Altstadt wurde früher im Westen durch den Paillon begrenzt. Da der Fluss aber immer wieder für Hochwasser und Verwüstung sorgte wurde er schließlich kanalisiert. Heute befinden sich über im Museen, Parks und bunte Plätze. Unser erster Bummel durch die Stadt führte uns hier entlang und wir konnten zum ersten Mal die wunderschönen bunten Häuser Nizzas bewundern, Plamen sehen und Stadtluft schnuppern.

 

Die Promenade du Paillon ist ein riesiger Park über dem Fluss. Hier befindet sich eine riesige Grünfläche mit üppigen Pflanzen, Spazierwegen, einem Spielplatz und einer großen Brunnenanlage - sieht wunderschön aus und lädt zum Verweilen ein. Viele Einheimische verbringen hier den Nachmittag, von fußballspielenden Kindern, zeitunglesenden Alten bis hin zu trainierenden Tänzern haben wir alles gesehen. Setzt euch einfach auf eine der Parkbänke und lasst das ganze einmal wirken...

 


Place Masséna                                                                           .

 

Dieser Platz im Herzen der Altstadt ist einfach wunderschön und erinnert mit dem schwarz-weißem Pflaster und seinen roten Arkarden sehr an das nahe Italien. In der Mitte des Platzes findet sich ein großer Springbrunnen und über ihm Tronen die sieben Skulpturen des spanischen Künstlers Jaume Plensa sie sind bei Nacht beleuchtet und sollen die sieben Kontinente symbolisieren. Es herrscht immer reges Treiben am Platz, oft trifft man auf Gaukler und im Winter findet sich neben dem Weihnachtsmarkt auch eine Schlittschuhbahn. Auch die Rue Masséna beginnt hier, sie lockt untertags mit zahlreichen Geschäften und am Abend öffnen viele kleine Restaurants ihre Türen.

 


Promenade des Anglais                                                        .

 

Die Strandpromenade Nizzas ist wohl das berühmteste Wahrzeichen der Stadt. Das azurblaue Wasser brandet an den vollen Badestrand, Plamblätter wehen im Wind, Touristen genießen einen Café au lait in einem der zahlreichen Restaurants oder flanieren entlang der Ufermeile. Wer dieses Stückchen der Côte d'Azur nicht gesehen hat, der hat wirklich etwas versäumt. Der Name der berühmten Promenade stammt von den wohlhabenden Engländern die schon im 19.Jahrhundert anreisten um dem nassen Winter in ihrer Heimat zu entfliehen.

Als wir an der Promenade entlangflanierten, hatte es relativ hohe Wellen (sie waren fast gleich groß wie ich) und die badenden Urlauber sind darin nur so herumgeflogen - war ein toller Anblick ;) Den Strand erreicht man von der Promenade aus über Steintreppen, er besteht aus großen Kieselsteinen und ist nicht wirklich etwas besonderes, das Meer war angenehm warm aber leider relativ schmutzig (passt doch bitte auf euren Müll auf Leute!). Es wechseln sich frei zugängliche Abschnitte mit solchen an denen Einritt verlangt wird ab, dort gibt es dann einen Liveguard und Liegen plus Sonnenschirme zum Ausleihen.

Direkt an der Promenade reihen sich Souvenierstände an Restaurants und Hotels - auch das Hard Rock Cafe Nizzas ist hier zu finden...

 

Auch der schreckliche Terroranschlag vom 14. Juli 2016 fand an der Promenade des Anglais statt. Wie wir die Stadt nur eine Woche dannach erlebten und warum wir uns dazu entschlossen unseren Urlaub nicht abzusagen könnt ihr in diesem Post nachlesen.

 


Burgberg - Le Château                                                          .

Im Westen der Altstadt trohnt der Burgberg über Nizzas Dächern. Ein Aufstieg auf den gut 100m hohen "Berg" lohnt sich auf jeden Fall. Direkt am Ende der Promenade des Anglais beginnen die unzähligen Stufen hinauf auf den Berg und von oben herab hat man eine traumhafte Aussicht auf ganz Nizza! Die Promenade des Anglais sticht natürlich sofort ins Auge aber wer sein Auge weiter schweifen lässt erhascht auch einen Blick auf den auf einer Landzunge erbauten Flughafen Nizzas, wer dann noch auf die andere Seite des Berges spaziert kann ein tolles Panorama über den Hafen der Stadt genießen. Hier liegen zwar - anders als in Cannes oder Monaco - keine großen Jachten vor Anker, dafür ist der Hafen einfach zu abgelegen, aber die großen Fähren von Korsika machen auch etwas her.

Der Spitze des Berges wird man vergeblich nach einer Burg suchen, diese wurde schon im Jahre 1706 von Ludwig dem XIV. gesprengt, als Rache dafür, dass sich die Nizzaner der Italienischen Krone angeschlossen hatten. Dennoch gibt es neben ein paar alten Burgmauern einiges zu sehen. Etwa einen goßen Park, exotische Pflanzen oder den berühmten künstlichen Wasserfall. (Ich versteh zwar nicht warum man einen künstlichen Wasserfall braucht, aber für eine Erfrischung zwischendurch ist der Sprühnebel toll...)

 


Blumenmarkt - Cours Salenya                                          .

 

Dieser längliche Platz verläuft paralell zur Promenade des Anglais und war früher Wohnort der HighSociety. Heute reihen sich hier unzählige Restaurants aneinander, außerdem findet täglich ein Markt statt. Von frischen Früchten über Honig und Lavendel aus der Provence, bis hin zu Zitronenbäumchen und bunt blühenden Sträußen findet man hier alles, was das mediterane Klima so hergibt.

Als wir am frühen Nachmittag durch den Markt schlenderten, waren die Verkäufer leider schon beim Abbau ihrer Läden. Über den Müll den sie einfach achtlos auf die Straße warfen waren wir leider ein wenig entsetzt...

 


Die Altstadt - Vieux Nice                                                      .

 

Die Altstadt ist definitiv der schönste Teil von Nizza - in den neueren Vierteln reihen sich Betonbunker an Betonbunker, nicht umbedingt sehenswert wenn ihr mich fragt. Aber Vieux Nice erfüllt so ziemlich jedes Klische einer europäischen Mittelmeerstadt, neben engen verwinkelten Gassen, wunderbar bunten Häusern, alten Kirchen und schattigen Hinterhöfen sind hier unzählige Restaurants und Geschäfte zu finden. Am Besten lässt man den Stadtplan einfach in der Tasche und lässt sich treiben, an den meisten Sehenswürdigkeiten kommt man automatisch vorbei.


 

Wir haben unseren Aufenthalt in Nizza wirklich sehr genossen, die Stadt ist auf jeden Fall wunderschön und sehenswert. Außerdem hat sie eine sehr zentrale Lage die als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Cannes, Monaco oder auch zu den vielen kleinen Dörfern im Hinterland perfekt ist. Unser Apartement war direkt in der Altstadt, super modern, wunderschön eingerichtet und top ausgestattet (in den nächsten Tagen gibts dazu, über unserer Ausflüge in die Umgebung Nizzas und den Aufenthalt in der Provence noch eigene Posts). Die drei Tage die wir für unseren Aufenthalt in der Hafenstadt anberaumt hatten haben perfekt gepasst. Wir sind beide definitiv keine Stadtmenschen und waren froh als es dann endlich aufs Land ging.

 



 

Wenn ihr noch Fragen zur Stadt, den Sehenswürdigkeiten oder der Umgebung habt, dann hinterlasst mir doch einen Kommentar! Außerdem würds mich auch freuen von euren Nizzaerfahrungen zu hören.

 

Alles Liebe eure Vanessa ♥

 


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